Bahnhof Apotheke Passau - wir beraten Sie gern
Dr. Ludwig Hofmann

 

 

 

 

 

 

Bahnhof- Apotheke
Dr. L. Hofmann e. K.
Bahnhofstr. 17
94032 Passau
Tel.: 0851-51301
Fax: 0851-59659
Öffnungszeiten:
Montag – Samstag
08:00 - 18:00 Uhr

 

Regelungen bei Arznei-Verordnungen

Arzneimittel-Richtlinien

Die seit Anfang April 2004 geltende Gesundheitsreform hat nahezu&xnbsp;alle nicht verschreibungspflichtigen Präparate von der Erstattung durch die Krankenkassen ausgeschlossen. Doch auf Grund zahlreicher medizinischer Einwände hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kassen und Patienten jetzt in einer Arzneimittel-Richtlinie auf Ausnahmeregelungen geeinigt. Sind bestimmte Wirkstoffe, die im Zusammenhang mit diagnostizierten schweren Erkrankungen verschrieben werden, in nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln enthalten, sind diese Produkte weiterhin erstattungsfähig.

Das sollten Sie beachten
Rezeptfreie Medikamente

Stimmen Sie eine Anwendung über längere Zeit grundsätzlich mit dem Arzt ab

Abführmittel: Vorsicht, wenn Sie herzstärkende Glykoside einnehmen. Pflanzliche Abführmittel können deren Wirkung verstärken.

Abschwellende Nasensprays oder -tropfen: Gefahr der Gewöhnung. Nur ein- bis dreimal täglich und längstens fünf Tage hintereinander einsetzen. Herzkranke und Diabetiker sollten vorher den Arzt fragen.

Hustenblocker: Sie sind nur bei trockenem Reizhusten sinnvoll. Bei schleimigem Husten absetzen. Hält trockener Reizhusten länger als fünf Tage, verschleimter Husten mehr als zwei Wochen an: unbedingt zum Arzt gehen.

Johanniskraut-Präparate: Bei gleichzeitigem Gebrauch anderer Mittel immer den Arzt oder Apotheker fragen!

Mittel gegen Sodbrennen: säurebindende "Antazida" zeitversetzt mit anderen Präparaten einnehmen. Sie enthalten Substanzen, welche die Aufnahme anderer Arzneistoffe blockieren können.

Schmerzmedikamente: Höchstens drei Tage hintereinander und nicht öfter als zehn Mal im Monat nehmen; bei Magenproblemen und Anwendung von Gerinnungshemmern nur auf ärztlichen Rat.

Die Grenzen der Selbstmedikation
Vorsicht rezeptfrei

Ob die Leute ein schlechtes Gewissen plagt? Oder ob sie sich nichts dabei denken? Das fragen sich Heidelberger Forscher, seit sie im Urin von 44 Klinikpatienten nach Arzneispuren fahndeten. Mindestens jeder Fünfte, fanden sie dabei heraus, schluckt rezeptfreie oder rezeptpflichtige Medikamente, ohne dies seinen Ärzten zu verraten. Dabei hatten die Wissenschaftler womöglich nur die Spitze des Eisbergs entdeckt. "Mit unserer Messmethode konnten wir vielleicht ein Viertel der möglichen Wirkstoffe finden", schätzt Professor Walter Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin VI an der Universitätsklinik Heidelberg, der die Urinproben noch in seiner Zeit an der Universitätsklinik Basel gesammelt hatte.

Wissenswertes
Das Grüne Rezept

In vielen Fällen werden nicht rezeptpflichtige Arzneimittel nicht mehr von den Gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Dadurch werden auch Medikamente von der Erstattung ausgeschlossen, die sich bei bestimmten Therapien bewährt haben. Es gibt allerdings auch hier Ausnahmen, die in den so genannten Arzneimittel-Richtlinien aufgeführt sind.

Für alle Präparate, die tatsächlich nicht mehr erstattet werden, haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), der Deutsche Apothekerverband e.V. (DAV), der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) und der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) ein so genanntes «Grünes Rezept» entwickelt und den Vertragsärzten zur Verfügung gestellt.

Die Gestaltung des Rezeptes orientiert sich an den Rezeptvordrucken, die den Versicherten wohlbekannt sind - mit einem wesentlichen Unterschied: Es ist grün.

Das Grüne Rezept dient folgenden drei Zielen:

Es soll dem Patienten mitteilen, dass die Anwendung des so verordneten Arzneimittels zwar medizinisch geboten ist, die Kosten jedoch nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.

Es soll eine Merkhilfe für den Patienten bezüglich Name, Wirkstoff, Darreichungsform, Packungsgröße etc. sein. Es dient als Beleg für eine außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuererklärung im Sinne der Abgabenordnung.

Das Grüne Rezept bedeutet für den Patienten keine Verpflichtung, es einzulösen. Wenn der Patient in der Apotheke ein anderes Präparat kaufen möchte, dann kann er das Rezept natürlich verfallen lassen, ohne daraus finanzielle Nachteile zu erleiden. Eine Diskussion um «aut idem» stellt sich hier nicht.

                                                                                                            Quelle: Virtuelle Apotheke

Wie lange gilt mein Rezept?
Verschreibungen

Auf dem Weg von der Praxis in die Apotheke haben Sie Gelegenheit, sich das Rezept, das Ihnen der Arzt gerade gegeben hat, einmal näher anzuschauen. Aber was bedeutet was? Einen ersten Anhaltspunkt liefert die Farbe: Neben dem roten Kassenrezept für erstattungsfähige Arzneimittel, dem "Vordruckmuster 16", gibt es das gelbe Betäubungsmittelrezept, die (meist) blaue Privatverordnung sowie ein grünes Rezept für rezeptfreie Arzneimittel, die der Arzt dem Patienten lediglich empfiehlt, die aber von den Kassen nicht erstattet werden. Wichtig zu wissen: Jedes dieser Rezepte hat eine unterschiedlich lange Gültigkeit:

  • Gelbe Betäubungsmittelrezepte verfallen bereits nach sieben Tagen.
  • Rote Kassenrezepte verfallen nach einem Monat. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die Kosten nur, wenn die Rezepte innerhalb der Gültigkeitsdauer in der Apotheke eingelöst werden.
  • Privatpatienten haben für die Einlösung ihres Rezeptes (meist blau) sechs Monate Zeit.
  • Die grüne Empfehlung ist zeitlich unbegrenzt.

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