Bahnhof Apotheke Passau - wir beraten Sie gern
Dr. Ludwig Hofmann

Einführung

Es ist sehr schwer, Lebensgewohnheiten zu ändern, denn Vertrautes gibt Sicherheit. Wenn der Lebensstil jedoch die Gesundheit beeinträchtigt, meldet sich irgendwann eine innere Stimme. Man fühlt sich plötzlich unwohl, und möchte etwas ändern. Der Übergewichtige möchte abnehmen, der Raucher will ohne Zigaretten leben und ältere Menschen suchen nach neuer Lebensenergie. All das ist zu schaffen. Entscheidend ist, dass Sie Ihr Ziel richtig angehen. Dabei sollten Sie drei Dinge berücksichtigen:

  • Die innere Einstellung muss stimmen: "Ich stehe 100 Prozent hinter meinem Entschluss. Ich möchte mein Ziel erreichen."
  • Sie dürfen sich nicht zu viel vornehmen. Übergewichtige sollten pro Monat keine 10 kg, sondern maximal 1-2 kg abnehmen. Raucher können den Entzug erleichtern, wenn sie übergangsweise nikotinhaltige Medikamente anwenden. Ältere Menschen sollten tägliche Bewegung in den Alltag einbauen. Flottes Spazierengehen ist bereits ein guter Einstieg. Tägliches Zeitungslesen trainiert beispielsweise das Gehirn.
  • Arbeiten Sie im Team. Sie müssen es nicht alleine schaffen. Tun Sie sich mit Gleichgesinnten zusammen und nehmen Sie die Hilfe Ihrer Apotheke an. Dort werden Sie fachmännisch beraten und unterstützt. ______________________________________________________________________

 

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                    Abnehmen      Raucherentwöhnung     Altersbeschwerden

Abnehmen

Es gibt Menschen die nehmen schon zu, wenn sie Essen nur anschauen. In dieser Situation fühlen sich viele Übergewichtige. In den seltensten Fällen sind Stoffwechselerkrankungen daran schuld. Meistens essen die Betroffenen nicht ausgewogen, oder sie bewegen sich zu wenig. Vermeintliche Blitzdiäten verschlimmern häufig die Situation, weil es zum so genannten Jo-Jo-Effekt kommt.
Das Resultat: Einige Wochen nach der Diät zeigt die Waage noch mehr Pfunde an.

Übersicht:

  • Erfolgreich abnehmen
  • Übergewicht und die Folgen
  • Hilfe aus der Apotheke
  • Wann zum Arzt?
  • Was Sie beachten sollten

Erfolgreiche Gewichtsreduzierung

Sie können längerfristig nur abnehmen, wenn Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen und möglichst zusätzlich den Energieverbrauch durch viel Bewegung und Sport erhöhen. Eine optimale Ernährung besteht aus einer fettarmen ausgewogenen und vollwertigen Mischkost. Fettarm bedeutet maximal 60-80g Fett pro Tag zu verzehren. Tabus gibt es nicht. Süßes in Maßen ist durchaus erlaubt. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass schnell verwertbare Zucker (z.B. aus Weißmehlprodukten) den Diäterfolg bremsen. Nach dem Verzehr lösen sie einen schnellen Blutzuckeranstieg aus. Dementsprechend wird verstärkt Insulin freigesetzt. Dieses Hormon sorgt dafür, dass alle verwertbaren Kohlenhydrate zu den Muskelzellen transportiert oder in Fett umgewandelt werden. Gleichzeitig blockiert Insulin den Fettabbau. In der Tierzucht ist Insulin auch als "Masthormon" bekannt. Vollkornprodukte lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen.

Übergewicht und seine Folgen

Man kann es auf eine einfache Formel bringen: Übergewicht entsteht, wenn die Energiezufuhr durch die Nahrung zu hoch und/oder der Kalorienverbrauch (beispielsweise durch sportliche Aktivitäten) zu gering ist.
Übergewicht stört aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild, es begünstigt auch die Entstehung zahlreicher Krankheiten. Jedes Kilo zu viel erhöht das Risiko an Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose, gefäßbedingten Herzkrankheiten oder Fettstoffwechselstörungen (hohe Blutfettwerte) zu erkranken. Manchmal kehrt die Gesundheit bei entsprechender Gewichtsreduzierung sogar vollständig zurück. Abnehmen lohnt sich also! Unabhängig vom gesundheitlichen Aspekt steigt das Wohlbefinden in einem schlanken Körper. Fitness und Leistungsfähigkeit steigen ebenfalls.

Tipp: Essen Sie Nudeln al dente. Dann werden die darin enthaltenen Kohlenhydrate langsamer freigesetzt und können vom Körper besser verarbeitet werden. Auch der Sättigungseffekt hält so länger an. Weich gekochte Nudeln führen dagegen zu einem schnellen Blutzuckeranstieg. Essen Sie beim Abnehmen deshalb bevorzugt dunkle Brotsorten, Naturreis und Vollkornnudeln. Sie sollten jeden Bissen mindestens 20x kauen, das erhöht den Effekt des Sattwerdens.

Von Blitzdiäten oder einseitiger Ernährung beim Abnehmen ist allerdings abzuraten, da es zum so genannten Jo-Jo-Effekt kommt. Dieser Effekt entsteht folgendermaßen: Bei stark verminderter Kalorienzufuhr (unter 1.200 kcal) oder wenn bestimmte Nährstoffe fehlen, kommt im Gehirn die Botschaft "Hungersnot" an. Der Körper schaltet dann auf Sparflamme um, d.h. er senkt den Energieverbrauch. Dieser Zustand hält auch noch kurze Zeit nach der Diät an. Wer nun normale Mengen isst, nimmt zu. Gleichzeitig füllt der Körper so schnell wie möglich die Fettdepots auf, um sich vor der nächsten "Hungersnot" zu schützen. Es werden viel mehr Nährstoffe in Fett umgewandelt als normal üblich. Ein Teufelskreis entsteht: Diät führt kurzfristig zum Erfolg, aber wenige Wochen später ist das Ausgangsgewicht erneut erreicht, häufig sogar überschritten. Die nächste Diät folgt mit gleichem Resultat. Schließlich ist der Diätwillige so frustriert, dass "alles egal ist." Unsicherheit, Unzufriedenheit und "Versagergefühle" bleiben zurück. Häufig ist es schwierig, alleine einen Ausweg zu finden. Nehmen Sie deshalb fachmännische Unterstützung in Anspruch. Wir beraten Sie gern!

Hilfe aus der Apotheke

Bevor Sie mit Ihrer Diät beginnen, sollten Sie sich Folgendes bewusst machen: Es gibt keine Wunderpillen. Sie können nur abnehmen beziehungsweise längerfristig ihr Wunschgewicht halten, wenn Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten ändern. Dabei sollte das Ziel eine fettarme ausgewogene und vollwertige Mischkost sein, möglichst kombiniert mit viel Bewegung und Sport. Allgemein gilt: Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Diätexperten empfehlen maximal 2 kg im Monat oder 5-10% des Ausgangsgewichtes pro Jahr abzunehmen.

Beim Diäteinstieg erleichtern Sättigungskapseln oder -pulver die Umstellung von Ernährungsgewohnheiten. Zusammen mit Wasser eingenommen vergrößern Sie ihr Volumen im Magen und bewirken ein Sättigungsgefühl. So kann man Heißhungerattacken oder hastigem Essen vorbeugen. Es gibt Sättigungskapseln, Komprimate oder Pulver zum Anrühren mit Wasser. Die Mittel werden im Allgemeinen gut vertragen. Allerdings können sie bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung anderer Medikamente stören.

Formula-Diäten beziehungsweise Pulver zum Abnehmen enthalten alle notwendigen Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Die Pulver werden mit Wasser oder kalorienarmen Flüssigkeiten angerührt und ersetzen ganze Mahlzeiten. Formuladiäten eignen sich zum Diäteinstieg und führen schnell zum Erfolg. Die Umstellung auf Normalkost muss dann jedoch langsam erfolgen. Zunächst wird nur eine Pulvermahlzeit durch normale Kost ersetzt. Nach wenigen Tagen folgt die zweite, und schließlich erfolgt die komplette Umstellung auf Normalkost. Ganz wichtig: Achten Sie während der Umstellungsphase auf ausreichend Bewegung. Dadurch können Sie der Gefahr des so genannten Jo-Jo-Effektes entkommen.

Pflanzliche Mittel die das Abnehmen unterstützen, enthalten meistens Formulawasserausschwemmende Arzneipflanzenextrakte. Häufig werden Birkenblätter (Betula pendula, Betula pubescens), Brennnesselblätter (Uritica dioica), Bohnenhülsen (Phaseolus vulgaris), Wacholderbeeren (Juniperus communis) und Hauhechelwurzel (Ononis spinosa) verwendet. Kombinationen mit Mateblättern (Ilex paraguensis) wirken anregend. Mateblätter enthalten Coffein. Gleichzeitig sollen sie auch das Hungergefühl dämpfen. In vielen Ländern Lateinamerikas ist Mate-Tee das Nationalgetränk. Die einheimischen Indios trinken den Tee gegen Hitze, Hunger und Erschöpfung. Traditionsgemäß wird der Tee aus Flaschenkürbissen getrunken. Daher kommt auch der Name: "Mate" bedeutet in der Indiosprache "Kürbis".

Blasentang beziehungsweise getrocknete Braunalgen (Fucus vesiculosus) enthalten Jod. Diesen Stoff braucht die Schilddrüse, um stoffwechselanregende Hormone zu produzieren. Dementsprechend sollen Braunalgen den Stoffwechsel in Schwung bringen und den Energieverbrauch steigern. Wenn Sie Schilddrüsenhormone oder Jodtabletten einnehmen oder unter einer Schilddrüsenerkrankung (z.B. Überfunktion) leiden, sollten Sie vor der Einnahme von Blasentang Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie viele Kilos abnehmen möchten, sollten Sie vorher einen Arzt aufsuchen. Durch zu schnelles Abnehmen kann das Herz-Kreislaufsystem stark beansprucht werden. Es kann auch zu Stoffwechselentgleisungen kommen. Ihr Arzt wird Sie gründlich untersuchen, um Ihren Gesundheitszustand und ihre Belastbarkeit abzuklären. Besprechen Sie mit ihm, welche Diät für Ihre Gesundheit am besten geeignet ist.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn

  • Sie starkes Übergewicht haben
  • Sie kurzatmig sind und Ihnen Bewegung schwer fällt
  • Sie unter Ess-Störungen leiden
  • Sie bereits abgenommen haben, aber nicht mehr damit aufhören können

Was Sie beachten sollten

Quellmittel können die Wirkung von Arzneimitteln beeinträchtigen
Zum Abnehmen werden auch Sättigungskapseln oder -pulver eingesetzt, die Quellmittel enthalten. Diese können die Wirkung anderer Medikamente stören. Deshalb sollten Sie Medikamente mit einem zeitlichen Abstand von mindestens 30, besser 60 Minuten einnehmen

Raucherentwöhnung

Es lohnt sich, mit dem Rauchen aufzuhören. Ohne Sucht zu leben, macht frei. Schluss mit der Suche nach Raucherecken. Sie werden nie mehr Stress empfinden, wenn bei Konferenzen, Vorträgen oder im Büro Rauchverbot besteht. Der Geruchssinn und die Geschmacksnerven nehmen wieder ihre volle Funktion auf und die körperliche Fitness steigt. Bewegung und Sport lösen keine Atembeschwerden mehr aus. Nichtrauchen macht fit, frei und gesund!

Übersicht:

  • Rauchen und die Folgen
  • Hilfe aus der Apotheke
  • Wann zum Arzt?
  • Was Sie beachten sollten

Rauchen und die Folgen

Jeder weiß, dass Rauchen ungesund ist. Es erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken. Ursache dafür sind einerseits die zahlreichen krebserregenden Substanzen im Tabakrauch. Andererseits beeinträchtigt Rauchen das Immunsystem beim Kampf gegen die Krebszellen. Organe, die mit dem Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen direkt in Berührung kommen, sind besonders gefährdet. Häufig erkranken daher Lunge, Mundhöhle, Zunge, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Luftröhre und Bronchien an Krebs. Etwa 90 - 95% der an Lungenkrebs erkrankten Erwachsenen sind Raucher.

Rauchen begünstigt außerdem die Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) und steigert dadurch das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen bei Rauchern wesentlich häufiger vor als bei Nichtrauchern. Auch Erkrankungen der Atemwege wie chronische Bronchitis werden sehr häufig beobachtet. Der so genannte Raucherhusten am Morgen ist der klägliche Versuch des Körpers, sich von den Schadstoffen zu befreien. Meist vergeblich, weil der Teer aus den Tabakwaren die Flimmerhärchen verklebt. Diese kleiden die Atemwege aus und befördern Fremdkörper nach draußen. Wenn sich die Schadstoffe in den Atemwegen festsetzen, können entzündliche Prozesse entstehen. Wer täglich 20 Zigaretten raucht, nimmt pro Jahr eine Tasse Teer zu sich.

Letztendlich sind auch die Passivraucher gefährdet. Sie haben wie die Raucher ein erhöhtes Risiko für Herz-, Kreislauf-, Atemwegs- und Krebserkrankungen. Besonders Kinder sollten nicht dem ständigem Tabakrauch ausgesetzt sein!

So werden Sie Nichtraucher

Jede Zigarette kostet den Raucher durchschnittlich fünf Minuten seines Lebens - eine erschreckende Bilanz der Wissenschaft. Wenn Sie Nichtraucher werden wollen, ist eines besonders wichtig: Stehen Sie 100 Prozent hinter Ihrer Entscheidung! Mit der Einstellung "Mal sehen ob's funktioniert" klappt es in den wenigsten Fällen. Sie müssen sich sagen: "Ich bin Nichtraucher". Entfernen Sie alle Zigaretten oder Tabakwaren aus Ihrem Umfeld. Lenken Sie sich ab, wenn das Verlangen nach Zigaretten aufkommt. Gegen den körperlichen Nikotinentzug helfen Medikamente aus der Apotheke. Sie müssen also "lediglich" Ihre Gewohnheiten ändern. Greifen Sie an Stelle der Zigarette zu Kaugummi, scharfen Hustenbonbons oder rohen Karotten.

Weitere Tipps zum Nichtrauchen und Durchhalten gibt Ihnen gerne Ihre Apotheke!

Hilfe aus der Apotheke

Nikotinhaltige Medikamente erleichtern den Ausstieg aus der Sucht. Die Zufuhr von Nikotin ist bei weitem nicht so schädlich wie das Rauchen von Tabakwaren. Beim Verbrennen einer Zigarette werden ungefähr 4000 Körpergifte freigesetzt. Wer den Umstieg vom Rauchen zu Nikotinpräparaten schafft, hat schon viel gewonnen. Die entsprechenden Kaugummis und Pflaster sind ohne Rezept in ihrer Apotheke erhältlich. Während Pflaster kontinuierlich die gleiche Menge Nikotin an den Körper abgeben, erhöhen Kaugummis kurzfristig die Zufuhr. Jeder Raucher sollte individuell entscheiden, was für ihn das Beste ist.

Wichtig bei Kaugummis: Beim Kauen von Nikotinkaugummis wird ähnlich wie beim Zigarettenrauchen schnell und für kurze Zeit Nikotin freigesetzt. Statt zur Zigarette greift man zum Kaugummi. Nach 4-6 Wochen sollte die Dosis reduziert werden. Der "Kaugummi-Entzug" fällt nicht so schwer wie der "Zigarettenentzug". Die Kaugummis werden in zunehmend geringerer Dosis und längeren Abständen angewandt. Schließlich kommt man ganz ohne Nikotin aus. Wenn Sie eine längere Zeitspanne ohne Nikotin ausgekommen sind, dürfen Sie keine Nikotinkaugummis mehr einnehmen. Ihr Körper ist dann bereits entwöhnt. Die erneute Nikotinzufuhr könnte wie bei Nichtrauchern zu Vergiftungserscheinungen führen.

Wichtig bei Nikotinpflastern: Die Pflaster versorgen den Körper kontinuierlich mit Nikotin, das so über die Haut in die Blutbahn gelangt. So bleibt das akute Verlangen nach Nikotinnachschub aus. Das Gefühl: "Jetzt muss ich eine Zigarette haben" flaut ab. Die Wirkstärke der Pflaster richtet sich nach dem früheren Zigarettenkonsum. Spätestens nach vier Wochen sollte die Dosierung reduziert werden. Die Entwöhnungsphase mit Pflastern dauert etwa 12 Wochen. Auch hier gilt: Wenn Sie längere Zeit nikotinfrei gelebt haben, kann es bei erneuter Anwendung der Pflaster zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Medikamente wirken bei Nichtrauchern anders! Nikotin selbst zeigt keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Zigarettenrauchen verändert dagegen die Wirkung mancher Arzneistoffe. Dementsprechend wirken bestimmte Medikamente stärker oder schwächer, wenn Sie nicht mehr rauchen.

Wann zum Arzt?

Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus, Magen- oder Darmgeschwüren, Leber- oder Nierenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion oder Durchblutungsstörungen sollten vor der Anwendung nikotinhaltiger Medikamente Rücksprache mit dem Arzt halten. Gehen Sie auch zum Arzt, wenn sich Ihr Gesundheitszustand während der Entwöhnung verschlechtert. Bei starken Rauchern kann der Körper während der Entgiftung mit Herz- und Kreislaufproblemen reagieren.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn

  • Ihre bisherigen Entwöhnungsversuche scheiterten
  • Sie stark an Gewicht zunehmen
  • Herz- und Kreislaufprobleme auftreten
  • Sie ein starker Raucher sind. Hier sollte das Entzugsprogramm mit dem Arzt besprochen werden

Was sie beachten sollten

Während der Entwöhnung wirken manche Medikamente stärker. Wenn Sie nicht mehr rauchen und Medikamente einnehmen, kann sich deren Wirkung verändern. Die Dosierung war bislang auf die Stoffwechselfunktionen eines Rauchers abgestimmt. Als Nichtraucher arbeitet Ihr Körper jedoch anders. In vielen Fällen reichen dann geringere Mengen eines Arzneimittelwirkstoffs aus, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Dies trifft auch zu, wenn Sie während der Entzugsphase noch Nikotin (Pflaster, Kaugummi) zuführen. Nikotinprodukte zeigen keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Eine geringere Dosis kann bei folgenden Wirkstoffen nötig werden:

  • Koffein (ist in manchen Schmerzmitteln enthalten)
  • Paracetamol, Pentazocin (Schmerzmittel)
  • Theophyllin (bei Asthma)
  • Furosemid (zur Entwässerung, Blutdrucksenkung)
  • Phenylbutazon (bei Rheuma)
  • Benzodiazepine (Beruhigung,Schlafmittel)
  • bestimmte Antidepressiva
  • Warfarin (Mittel zur Blutverdünnung)
  • Insulin
  • Alpha-Blocker wie Propranolol (Blutdrucksenkung, Herz-Rhytmus-Störungen)
  • Östrogen (Pille, Hormonpräparate in den Wechseljahren)
  • Vitamin B12
Er gibt auch Wirkstoffe, die bei werdenden Nichtrauchern unter Umständen eine Dosierung erforderlich machen:
  • bestimmte Sympathomimetika wie Salbutamol (bei Bronchialerkrankungen, Asthma)
Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie nicht wissen, ob die Wirkung Ihrer Medikamente beeinträchtigt wird.

Altersbeschwerden

Spätestens ab 30 beginnt der Mensch zu altern. Beispielsweise verlieren die Blutgefäße an Elastizität und Funktionskraft. Je nach Veranlagung kommt es zu einer mehr oder minder ausgeprägten Arterienverkalkung (Arteriosklerose) - die Gefäße können verstopfen. Dadurch werden zahlreiche Altersbeschwerden ausgelöst oder verstärkt. Beugen Sie rechtzeitig vor, um länger fit zu bleiben.

Übersicht:

  • Ursachen und typische Beschwerden
  • Hilfe aus der Apotheke
  • Wann zum Arzt?
  • Was Sie beachten sollten

Ursachen und typische Beschwerden

10 bis 15 Prozent aller Menschen über 65 Jahren leiden unter Vergesslichkeit und nachlassender Hirnleistung. Kleine Hirnleistungsstörungen im Alter sind allerdings ganz normal und kein Grund zur Besorgnis. Nehmen Sie diese Anzeichen jedoch zum Anlass, aktiv dagegen anzugehen. Mit zunehmendem Alter funktioniert die Reizweiterleitung beziehungsweise die Reizübertragung nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. Bestimmte Stoffwechselprozesse finden verlangsamt oder vermindert statt. Die Durchblutung kann gestört sein. Typische Symptome für altersbedingte Hirnleistungsstörungen sind Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Ermüdungserscheinungen, Antriebs- und Motivationsmangel, Schwindel, Ohrensausen und Kopfschmerzen.

Gefährlich kann es werden, wenn sich die Blutgefäße krankhaft verändern. Sie verlieren im Lauf der Jahre an Elastizität. Durch die Alterung steigt die Gefahr kleiner Gefäßverletzungen und Ablagerungsprozesse werden begünstigt. Je stärker die Blutgefäße verstopfen, desto mehr gerät die Gesundheit aus dem Gleichgewicht. Es drohen Durchblutungsstörungen in den Beinen oder im Gehirn. Im schlimmsten Fall kommt es zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Durch eine gesunde Lebensweise und gefäßschützende Maßnahmen kann dem vorgebeugt werden. Denn der Zustand der Blutgefäße bestimmt die Lebensqualität und die Lebenserwartung des Menschen.

Unter dem Schlagwort "Anti-Aging" versteht man verschiedene Maßnahmen, die dazu dienen, den Alterungsprozess aufzuhalten. Ewige Jugend lässt sich dadurch nicht erzielen, wohl jedoch eine Steigerung der Lebensqualität. Mehr Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden bekommen Sie z.B. durch

  • regelmäßige Bewegung und Sport
  • tägliches "Gehirnjogging" (Training des Geistes, Denksport)
  • eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung
  • gefäßschützende und stabilisierende Medikamente

Hilfe aus der Apotheke

Je älter man wird, desto wichtiger ist es, Körper und Geist fit zu halten. Bei nachlassender Gedächtnisleistung hilft beispielsweise "Gehirnjogging". Mit Kopfrechnen, Kreuzworträtseln, Denkspielen oder Zeitungslesen können Sie bereits gute Effekte erzielen. Zusätzlich hat sich die Einnahme von Ginkgo biloba (chinesischer Tempelbaum) bewährt. Die Anwendung der Arzneipflanze hat eine lange Tradition. Überlieferungen aus China beschreiben bereits 2800 v. Chr. die Heilkraft dieses extrem widerstandsfähigen Baumes. Ginkgo biloba überlebte unbeschadet Naturkatastrophen, Klimaveränderungen, Weltkriege und Atombomben. Weder Umweltgifte und Abgase, noch Insekten oder Pilze können den Baum zerstören. Untersuchungen zufolge sollen einige Käferarten sogar lieber verhungern, anstatt sich von Ginkgo-Blättern zu ernähren. Der Mensch nutzt dagegen die Heilkraft der Ginkgo-Extrakte. Sie wirken Durchblutungsstörungen und deren Folgen entgegen. Die Gefäße werden besser mit Nährstoffen vor allem mit Sauerstoff versorgt. Gleichzeitig erhöht sich die Fließfähigkeit des Blutes. Insgesamt zeigen Ginkgo-Extrakte gefäßschützende Eigenschaften.

Ginkgo-Extrakte werden empfohlen bei

  • alters- oder gefäßbedingten Hirnleistungsstörungen (dementielles Syndrom) mit Symptomen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, schnellen Ermüdungserscheinungen, Antriebs- und Motivationsmangel, altersbedingter depressiver Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen oder Kopfschmerzen
  • der so genannten Schaufensterkrankheit zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke. Hier leiden die Patienten unter Durchblutungsstörungen in den Beinen
  • Schwindel (gefäßbedingter oder organischer Ursache)
  • Tinnitus (Ohrgeräusche, gefäßbedingter oder organischer Ursache)

Ebenfalls gefäßschützend wirken Knoblauchextrakte (Allium sativum). Sie werden zur Vorbeugung von altersbedingten Gefäßveränderungen eingesetzt. Die Hauptwirkung wird dabei dem Alliin und den daraus entstehenden Abbauprodukten (z.B. Allicin) zugeschrieben. Während Alliin geruchsneutral ist, sind seine schwefelhaltigen Abbauprodukte für den typischen Knoblauchduft verantwortlich. Sie entstehen beispielsweise beim Pressen oder Zerschneiden der Knoblauchzwiebel. Als Küchengewürz regt Knoblauch die Freisetzung von Verdauungssäften an. Als Medikament werden die einzelnen Inhaltsstoffe in höherer Konzentration eingenommen. Das Wirkspektrum wird dadurch erweitert. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Knoblauch

  • die Fließeigenschaften des Blutes verbessert
  • erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte senkt
  • die Ablagerung von Cholesterin in den Gefäßwänden bremst
  • Einfluss auf freie Radikale (gefäß- bzw. zellschädigende Substanzen) nimmt
  • das Auflösen von Blutgerinnseln begünstigt
  • erhöhte Blutdruckwerte leicht senkt
  • und antibakteriell wirkt

Wichtig: Menschen, die unter Blutgerinnungsstörungen leiden, oder bei denen eine erhöhte Blutungsneigung besteht, dürfen keine Knoblauchprodukte einnehmen.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie sich müde, schlapp, antriebsarm oder einfach unwohl fühlen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Beschwerden sind nicht immer nur durch das Alter bedingt. Manchmal stecken Krankheiten hinter den Symptomen.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn

  • Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen zunehmend stärker werden
  • ungewohnte Beschwerden auftreten
  • Sie unter Schwindel leiden

Was sie beachten sollten

Knoblauch zeigt Wechselwirkungen mit Blutdrucksenkern
Knoblauchextrakte können die Wirkung blutdrucksenkender Mittel verstärken. Kontrollieren Sie Ihre Blutdruckwerte, wenn Sie entsprechende Medikamente einnehmen. Wenn sich der Blutdruck verändert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Kein Knoblauch bei Gerinnungsstörungen
Knoblauch verstärkt die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente. Menschen mit Blutgerinnungsstörungen oder erhöhter Blutungsneigung sollten deshalb keine Knoblauchpräparate einnehmen.

Ginkgo-Extrakte helfen nicht bei Depressionen
Ginkgo-Extrakte eignen sich nur zur Behandlung von "altersbedingten" depressiven Verstimmungen. Gemeint sind Gemütsschwankungen, die im Rahmen des Alterungsprozesses auftreten, keine echten Depressionen.

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Bahnhof- Apotheke
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